3 Gründe für einen Yes-Day

3 wunderbare Gründe für einen Familientag, an dem (fast) alles erlaubt ist.

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Background

Die Idee hinter dem Yes-Day

Die Idee des Yes-Day kam Autorin Amy Krouse Rosenthal während der Pandemie. Sie nahm sich die Unausgeglichenheit ihrer Kinder – und ihre eigene – zu Herzen und überlegte, wie man dieser schrecklichen Ungewissheit à la „Ich weiß auch nicht, ob morgen die Spielplätze geöffnet sind oder du Freunde zum Geburtstag einladen kannst“ etwas Positives entgegensetzen könnte.

Sie entschied sich dafür, öfters Ja zu ihren Kindern zu sagen. Die Pandemie können wir als Einzelne zwar nicht mit einem Fingerschnippen aus der Welt zaubern. Aber wir können unseren Kindern positive Aufmerksamkeit und eine Auszeit von dem ganzen Corona-Bullshit schenken. Denn der ist ein extremer Mental Load, auch für Kinder.

Amy wollte nicht alle sinnvollen Regeln des Alltags für immer brechen und keinesfalls alle Neins durch Jas ersetzen. Stattdessen entschied sie sich für einen Ja-Tag, an dem sie den verrücktesten Ideen ihrer Kinder zustimmte und damit eine Tradition einführte, auf die ihre Kinder sich inzwischen so freuen wie auf die Weihnachtsbeleuchtung und den ersten Schnee.

Die 3 überraschenden Effekte eines YES-Days für deine Familie

1. Deine Kinder fühlen sich gehört.

Es gibt viele Bereiche des Alltags, wo wir als Eltern ganz selbstverständlich mit Nein antworten. Das heißt aber überhaupt nicht, dass sich der Grund dafür unseren Kindern erschließt:

  • Warum kann ich nicht mit der Straßenbahn zur Kita hinfahren, nur weil die Fahrt dann 30 Minuten dauert, statt 10 ?

  • Warum darf ich mich nicht in die Pfütze legen?

  • Warum soll ich die Ameise nicht mit nach drinnen nehmen?

  • Warum zünden wir im Frühling keine Wunderkerzen an?

  • Warum können wir nicht jeden Tag Waffeln essen?

Solche Fragen implizieren Wünsche, die Kinder hegen. Sie sind daher ideal, um an einem Tag im Jahr darauf zu antworten:

Yes, warum eigentlich nicht? Bringt mich als Mama oder Papa schließlich nicht um.

Apropos umbringen: Es ist klar, dass das Ja nur die Antwort auf Fragen sein kann, die nicht die Sicherheit der Kinder oder die passende Kleidung zum Wetter betrifft. Fallschirmspringen vom Dach ist weiterhin verboten und bei Schnee geht niemand im T-Shirt zur Kita.

Aber darüber hinaus gibt es viele Bereiche, in denen wir als Eltern an einem Tag im Jahr den Kinderwünschen nachgeben können, damit sie spüren, dass wir sie verstehen wollen, und dass wir sie als wichtig erachten.

Und wir lernen sie besser verstehen. Das bringt mich zum zweiten wertvollen Punkt des Yes-Days:

Solche Fragen implizieren Wünsche, die Kinder hegen. Sie sind daher ideal, um an einem Tag im Jahr darauf zu antworten:

Yes, warum eigentlich nicht? Bringt mich als Mama oder Papa schließlich nicht um.

Apropos umbringen: Es ist klar, dass das Ja nur die Antwort auf Fragen sein kann, die nicht die Sicherheit der Kinder oder die passende Kleidung zum Wetter betrifft. Fallschirmspringen vom Dach ist weiterhin verboten und bei Schnee geht niemand im T-Shirt zur Kita.

Aber darüber hinaus gibt es viele Bereiche, in denen wir als Eltern an einem Tag im Jahr den Kinderwünschen nachgeben können, damit sie spüren, dass wir sie verstehen wollen, und dass wir sie als wichtig erachten.

Und wir lernen sie besser verstehen. Das bringt mich zum zweiten wertvollen Punkt des Yes-Days:

2. Wir Eltern lernen Empathie nochmal neu

Auch wenn wir als Eltern bei manchen Fragen innerlich aufschreien und uns gestresst fühlen, weil es Frühstück zum Abendessen gibt und die vom Kind ausgewählten Socken nicht zusammenpassen, so hat das Ganze einen tollen Lerneffekt: Wir lernen Empathie.

Genau, wie es die Kinder stresst, sich in die von Erwachsenen etablierten Strukturen zu zwängen, schlüpfen wir als Eltern am Yes-Day in den Kopf unserer Kinder. Wir lernen einen Tag nach Kinderregeln kennen. Glaub mir, es führt dazu, dass du die eine oder andere Regeln überdenkt.

Das bringt mich zum nächsten Aspekt:

3. Deine Gewohnheiten werden durchbrochen

Viele Eltern-Neins schleichen sich aus Gewohnheit oder auch aus Trägheit ein. Eigentlich würde gar nichts dagegen sprechen, dass das Kind jeden Tag tuscht. Du musst nur jedes Mal eine Unterlage und Papier holen, wahrscheinlich mindestens 2x das Wasser wechseln und einmal aufwischen, weil der kleine Bruder es versehentlich ausgekippt hat. Ach ja, und der möchte dann natürlich auch tuschen.

Auf die eigenen Eltern-Bedürfnisse zu hören, ist völlig okay, auch wenn es um ein ordentliches Zuhause geht. Aber es ist doch hilfreich, immer wieder zu hinterfragen, wie schwer ein Nein für dein Kind wiegt und wie groß der Aufwand eines Jas für dich selbst ist.

Kompromisse finden fühlt sich gut an und wirkt entspannend auf das Familienleben. Und dazu braucht es öfters dein Ja. Es geht nicht darum, immer Ja zu sagen. Sondern darum, Entscheidungen bewusst zu fällen. Diese Art der Achtsamkeit kann im Familienalltag Vieles zum Guten verändern. Gerade nach 2 Jahren Corona.

Wäre es nicht gut, so einen Special Day gar nicht erst zu brauchen, sondern sich grundlegend zu ändern?

Vielleicht. Aber alles gleichzeitig zu ändern ist schwierig. Mit einem einzelnen Tag zu beginnen, bringt Leichtigkeit in euren Familienalltag und stärkt euren Zusammenhalt Stück für Stück.

Ist es nicht genau das, was wir gerade brauchen?

Wie startest du einen Yes-Day?

Macht als Familie an Neujahr einen Plan, wie ihr den Yes-Day umsetzen wollt. Neujahrs-Vorsätze mit der Familie sind ohnehin so viel cooler und nachhaltiger als die, die man für sich im Geheimen macht und doch gleich wieder verwirft. Je nach Wünschen könnt ihr schauen, welches Jahreszeit sich dafür am besten eignet.

Ihr könnt die Wünsche in ein Workbook oder Tagebuch schreiben, damit keiner in Vergessenheit gerät. Es ist aus meiner Erfahrung auch ziemlich lustig, in einem Tagebuch zurückzublättern und die Wünsche der Vorjahre wieder zu entdecken. Hihi. :-)

Mit kleinen Kindern, die noch nicht lange im Voraus planen können, reicht es auch, sich eine Woche vorher für die Wunschliste zusammenzusetzen.

Alternativ seid spontan! Schaut an einem kurz vorher angekündigten Tag, an dem nichts ansteht, welche Ideen eure Kinder äußern und sagt so oft wie möglich Ja! 😊

Zum Buch & Film

Den Bestseller von Amy Rosenthal kannst du als Verfilmung auf Netflix schauen oder als Buch kaufen: „Yes Day!“

Aber das Wichtigste ist, über den Yes Day nachzudenken. Probiere es aus! Vielleicht führst du ihn am Ende sogar einmal im Monat oder alle 14 Tage ein.

Ein kleiner Tipp zum Schluss: Schreib dir auf, wie es sich anfühlte, YES zu sagen. Dokumentiere jedes Ja, das du aussprichst, auf einem Zettel. Immer wieder einen Zettel voller Ja's hervorzukramen und anzuschauen, wirkt wie ein positives Mood-Board!

Wenn du dazu Erfahrungen gesammelt hast, die du teilen magst, freue ich mich über Nachricht von dir!