"Mama, ich will von einem Dino gefüttert werden!"

Plant Neujahrsvorsätze als tolles Familienritual. So beginnt das neue Jahr voller Energie!

Jeder hat von uns hat sie doch schon mal gemacht: Neujahrs-Vorsätze.

Wir machen sie, um Gewohnheiten zu verbessern und uns selbst zu verändern.

Manche von uns lieben Vorsätze, weil sie einem das Gefühl geben können, optimistisch und voller Tatendrang ins neue Jahr zu starten.

Andere hassen sie, weil sie bereits kurze Zeit später in alten Gewohnheiten versinken und nichts als Enttäuschung und Versagensgefühle zurückbleiben.

So werden Vorsätze zum Energiebooster

Was für uns als Familie funktioniert, sind Vorsätze, die wir als ganze Familie vereinbaren.

So ist man gleich der ganzen Familie Rechenschaft schuldig, wenn man seinen Teil nicht einhält, haha. Aber Spaß beiseite. Gemeinsam das Jahr planen, ist für uns zu einem tollen Ritual geworden. Wir setzen uns am Silvesterabend (oder manchmal auch ein paar Tage nach Neujahr) zusammen hin und überlegen, was wir im neuen Jahr unternehmen wollen und was wir verändern wollen. Vorsätze können Gewohnheiten oder Unternehmungen betreffen.

Alles, was man sich vornehmen möchte, ist erlaubt!

So etwas mit Kinder zu besprechen, kann richtig witzig sein, denn sie haben die verrücktesten Ideen. Je jünger sie noch sind, desto verrückter. 😉

Und zum Glück kommen meistens nicht so Sachen wie: Um die Welt reisen. Fünf orange Autos kaufen. Oder nie wieder Reis essen. Meistens kommen eher Kleinigkeiten wie:

  • Einmal eine Riesenrutsche rutschen

  • Sich in einem großen echten Legohaus wohnen

  • Ausprobieren, ob man im Schnee Skateboard fahren kann

  • Sonntag Kuchen essen (was?? Sowas Banales?? Okay!)

  • Einmal von einem Dino gefüttert werden (ähhhh ...)

Und was ist mit: "Jeder bringt seinen Teller nach dem Essen selbst in die Küche?" 😉

Finden die Kinder nicht cool, aber hey, das ist mein Neujahrsvorsatz für sie. Dafür sie von jetzt an auch an einem Tag außerhalb des Wochenendes Nutella essen.

Wie plant man Vorsätze als Familie?

Setzt euch als Familie zusammen. Jeder schreibt oder malt etwas auf kleine Zettel. Für die kleinen Kinder schreiben wir Eltern es auf und malen etwas dazu, damit die Kinder ihre Vorsätze wieder finden.

Jeder hat maximal 5 Vorsätze frei, damit die Anzahl überschaubar bleibt.

Nach dem Aufschreiben wirft man alles in eine dekorative Schachtel, Kiste oder in eine gläserne Vase, pinnt es an ein Vorjahres-Board oder klebt es auf ein Plakat, das außerdem bemalt werden darf. Kinder lieben es!

Warum funktionieren Familien-Vorsätze so gut?

Dafür gibt es viele Gründe:

  • zusammen Pläne zu schmieden macht Spaß

  • Es ist interessant und bereichernd zu erfahren, was die Kinder sich gerade wünschen und was sie beschäftigt

  • Kinder fühlen sich mit ihren Wünschen erstgenommen und gehört (etwas schriftlich festhalten ist daher besonders wichtig)

  • jemand hält die Vorsätze nach (kein Kind vergisst das Legohaus-Versprechen)

  • Es ist sehr wertvoll für eine Familie eigene Rituale zu haben, denn Rituale stärken den Zusammenhalt.

Mehr Ideen dazu, wie du dein Familienleben abseits von Vorsätzen boostest, gibt es hier.

Wichtig

So findest du richtig gute Vorsätze

Wie bei den typischen Vorsätzen, die du sicher schon für dich alleine aufgestellt hast, ist es bei Familien-Vorsätzen wichtig, dass ihr als Familie realistische, messbare Ziele aufschreibt.

15 Kilo abnehmen ist kein guter Vorsatz. Egal, wie viel Sport du machst und wie wenig du isst, wirst du nicht genau kontrollieren können, wann du wie viel abgenommen hast. Und gleich 15 kg? Kein guter Vorsatz. Unter der Woche keine Süßigkeit essen hingegen ein guter Vorsatz, weil du eine direkte Kontrolle über das Ergebnis hast.

Für Familien ist es analog wichtig, nicht aufzuschreiben:

"Nie wieder Unordnung haben".

Sondern:

"Jeden Abend gemeinsam 10 Minuten aufräumen. Der eine schmeißt alle blauen Legosteine in die Kiste, ich die restlichen." Usw.

Diskutiert die Wünsche der Kinder:

Einmal von einem Dino gefüttert werden könnte heißen, das Geschwisterkind verkleidet sich an Fasching als Dino und füttert den Bruder mit Keksen. Oder ihr seid alle Dinos. Oder ihr fahrt in einen Dinopark, wo man Dinos sieht und der Fantasie freien Lauf lassen kann.

Möglicherweise braucht ihr auch nur eine selbst ausgedachte Dino-Geschichte mit eurem Kind in der Hauptrolle.

Also ran an die Wünsche:

Erst, wenn sie klar formuliert sind, können sie umgesetzt werden. In die Köpfe der Kinder zu schlüpfen, finde ich persönlich das Schönste am ganzen Ritual!

Rauhnächte

Geheimnisvolle Rituale mit großen Kindern

Wenn du bereits Kinder im Teenageralter hast, könnt ihr auch zusammen das Ritual der Rauhnächte begehen.

Dabei schreibt jeder für sich 13 Wünsche auf einzelnen Zetteln auf. 12 werden verbrannt. Um die Umsetzung des letzten muss man sich selbst kümmern

… Obwohl dabei jeder für sich im Geheimen schreibt, ist es schön, sich dafür als Familie zusammenzusetzen und gemeinsam zu schreiben.

Oder man erzählt sich die Wünsche und macht es einfach anders als alle anderen. Ist das nicht meistens ohnehin das beste?

Leseempfehlung

Deine Rauhnächte

Wie ihr wisst, lieben wir Tagebücher. Klar, als Anbieter eines Online-Tagebuchs für Familien

Daher empfehle ich euch hier ein Tagebuch für eure Rauhnächte. Das Folgende habe ich um die Weihnachtszeit im Buchhandel entdeckt, aber wo ihr es aufschreibt, ist letztlich egal. Wie bei jedem Tagebuch ist es einfach großartig, ein paar Jahre später zu sehen, was man damals aufgeschrieben hat und wie man sich seitdem weiterentwickelt hat.

Viel Freude dabei!

Mein Raunächtetagebuch.


Ein kreatives Begleitbuch zu den zwölf heiligen Nächten im Jahr,
von Nina Stögmüller