7 Ideen für eine erfüllte Elternzeit

Imme

CEO von YAY

Intro

Die Elternzeit ist eine einmalige Zeit im Leben ...

Du erlebst mit, wie ein kleiner Mensch an deiner Seite aufwächst und dich mit jedem Entwicklungsschritt in Staunen versetzt.

Lass diese Zeit nicht einfach verfliegen. Genieße sie und schaffe dir Andenken, damit du dich immer an die magischen Monate zurückerinnerst.

Ich habe zwei Mal Elternzeit genommen. Die erste hat sich ganz anders angefühlt als die fürs zweite Kind. Erfüllend waren beide und deswegen teile ich hier meine Ideen.

Hier ist meine persönliche Bucket list mit 7 Ideen für eine erfüllte Elternzeit.

  1. Werde kreativ

  2. Schaff euch Geborgenheit

  3. Chillout statt Kurse

  4. Starte durch mit KonMari

  5. Zeit für dich

  6. Dream big

  7. Dokumentiere deine Liebe

#1

Starte dein Kreativprojekt

Kreativ arbeiten erfüllt viele von uns, doch im Alltag bleibt den meisten wenig Zeit. Schaff dir bewusst Zeit für ein kreatives Projekt.

Vielleicht verliebst du dich in Pump-Hosen für Babys und möchtest selbst etwas aus den vielen schönen Stoffen nähen. Vielleicht hast du einen Garten und träumst von einem Baumhaus. Inzwischen gibt es großartige Onlinekurse für alles.

Am schönsten ist aus meiner Sicht ein Projekt, das du mit einem Andenken an dein Kind verknüpfst. Schließlich ist es eure gemeinsame Zeit!

Ideal ist ein Scrapbook, bei dem du die Seiten eines leeren Fotoalbums mit Fotos und Stoffen beklebst und mit Illustrationen und Notizen versiehst. Hier siehst du das klassische Scrapbook von Elisabeth, die im YAY Blog ausführlich vom Scrapbooking erzählt. Es gibt auch Scrapbook-Software für die digitale Variante.

#2

Schaff dir Geborgenheit

Die Elternzeit ist nicht immer einfach. Du musst dich genauso an dein Baby gewöhnen, wie dein Baby sich an die Welt. Du wirst schlaflose Nächte erleben und vielleicht ist das sogar das Geringste aller Übel.

Gerade deswegen ist es so wichtig, dass du dir ganz bewusst Momente schaffst, in denen du und dein Baby euch beide geborgen fühlt (und nicht nur gestresst aneinander klebt).

Kauf dir einen Lieblingssessel und mit Kuschelfell und ruh dich dort aus, wenn dein Baby schläft.

Fahre an deinen anderen Lieblingsort und zeig deinem Baby diesen Ort, der für dich Geborgenheit bedeutet. Dann werdet ihr euch beide wohlfühlen. Für mich ist dieser Ort das Meer und deswegen gehört die Meermomente mit Baby in der Trage auch heute noch zu meinen liebsten Fotos.

#3

Hygge statt Kurse

Heute wird insbesondere Müttern suggeriert, sie sollten diesen und jenen Kurs mit ihrem Baby machen, damit das Kind sich bestmöglich entwickelt. Aber, wie Elternratgeber-Autorin Nora Imlau zu sagen pflegt:

Kurse sind für die Mamas. Nicht fürs Baby. Das wird sich durch die elterliche Liebe ohnehin super entwickeln, ganz ohne Kurs. Pekip & Co. sind eine schöne Gelegenheit für die Vernetzung von Mamas und Austausch ist wertvoll!

Allerdings kann es in Stress ausarten, mit Baby zu einem bestimmten Kurstermin zu erscheinen. Und Mutter zu sein … verbindet meiner Erfahrung nach nur teilweise. 😉 Kurse muss man also nicht machen.

Plane stattdessen Zeit für Freundinnen ein (wenn nicht gerade Lockdown ist…). Geh ins Café. Da kommt es auf 10 Minuten zu spät nicht an. Unternimm mit deinem Kind im Freundeskreis die Dinge, zu denen du im Job High Live nie gekommen bist!

#4

Starte durch mit KonMari

Mach dein Zuhause jetzt zu dem Ort, an dem du viel Zeit verbringen magst. Klar, durch Corona haben wir ohnehin alle viel Zeit zu Hause verbracht.

Aber hast du auch alles aussortiert, was dich jeden Tag nervt? Hast du endlich deine Hochzeitsfotos eingerahmt? Dein Homeoffice mit Lieblingsaccessoires ausgestattet?

Ich habe mit der KonMari-Methode die beste Möglichkeit gefunden, unseren Haushalt von Übrigbleibseln aus der Studienzeit und anderen Dingen zu bereinigen, die uns weder Nutzen noch Freude bringen und wichtige Andenken endlich in Wert zu setzen. Zum Beispiel ein Bild

Bedanke dich bei den Dingen, die du nicht mehr brauchst und mach dein Zuhause zu deinem liebsten Ort. Hier erfährst du, wie das genau funktioniert.

#5

Zeit für dich

Erst steht der Job im Mittelpunkt, dann das Baby. Denk auch an dich! Du wirst erfüllt auf deine Elternzeit zurückblicken, wenn du etwas für deinen Körper getan hast und auch an andere Dinge als die Familie gedacht hast.

Mein Bewegungstipp: Aqua-Gymnastik (perfekt für den Beckenboden)

Mein Tipp für die Horizonterweiterung: Eine Weiterbildung in einem Bereich, der dich schon immer interessiert hat. Jetzt ist die Zeit für Neues! Ein Grundkurs in Japanisch, ein Fotografiekurs oder Video-editing, go for it!

Make this time about you!

#6

Dream big

Das Elternsein auf sich zukommen lassen und die Welt mit Baby einfach so entdecken. Das wäre toll, oder? De facto haben nicht nur deine Eltern, Schwiegereltern und Freunde möglicherweise viele Ratschläge für dich, die du nicht hören willst.

Mein persönlichster Rat ist daher: Trau dich das umzusetzen, was du für richtig hältst. Das gilt nicht nur für die Art, wie du mit dein Kind groß ziehen möchtest.

Dream big.

Mach in der Elternzeit das, WAS DU MACHEN MÖCHTEST.

Wir haben in unserer ersten Elternzeit eine Reise durch die USA gemacht (vor Corona). Die erste Woche haben wir in New York verbracht. Unsere liebenswerte Gastgeberin Nora hat sich kaputt gelacht, dass viele Eltern aus ihrem Freundeskreis schimpfen, wenn der Nachbar staubsaugt und das Baby gerade eingeschlafen ist, während wir freiwillig in die „lauteste Metropole der Welt“ reisen.

Okay, die quietschenden U-Bahnen braucht niemand. Aber wir haben im Big Apple und auf unserer weiteren Reiseroute Plätze entdeckt, die zu den faszinierendsten gehören, die wir je bereits haben. Es gibt diese schönen Plätze überall.

Entdecke sie. Vergiss die Ratschläge anderer. Mach dich auf.

Erfüllung besteht auch darin, etwas geschafft zu haben, bei dem man sich vorher nicht sicher war, wie es funktioniert!

#7

Dokumentiere deine Liebe

Wir machen heute alle tausende von Fotos. Aber wirst du in zwei oder drei Jahrzehnten noch wissen, wie dein Baby dich verzaubert hat und worüber du mit deiner Partnerin oder deinem Partner in der Zeit gesprochen und gelacht hast?

Erinnerungen festhalten ist nicht nur etwas, was du nach der Elternzeit machen solltest. Im Gegenteil: Fang auf jeden Fall in der Elternzeit an, die Geschichten zu deinen Fotos und andere Gedanken aufzuschreiben. Auf diese Weise

  1. verarbeitest du deinen Alltag (der mit Baby drunter und drüber gehen kann),

  2. schaffst Klarheit in deinen Gedanken

  3. und damit Platz für Dankbarkeit. Sich in Dankbarkeit üben macht nachweislich glücklich, darüber habe ich im Zusammenhang mit der Macht des Tagebuchschreibens in meinem TEDx Talk "Stories behind Pictures gesprochen.

Außerdem schaffst du mit einem Tagebuch für dein Kind ein wunderbares Erinnerungsarchiv. Es wird eines Tages in deinen Kopf schlüpfen und dich als die Mama oder Papa von heute kennenlernen.

Dein Kind wird dadurch auch später lesen können, wie sehr du es liebst.

Dein Tagebuch ist deine Legacy of Love.

Was kann es Schöneres geben?

Create your #legacyoflove today!

Ich liebe an YAY, dass es sich so einfach händeln lässt. Denn im Alltag mit kleinen Kindern bleibt so wenig Zeit, in Ruhe Bilder zu sortieren oder lustige Sprüche und Situationen zu sammeln oder gar zu ordnen. Mit meinen inzwischen schon großen Kindern blättere ich super gerne durch, und wir alle sind immer ein wenig entsetzt, was wir vergessen hätten ohne unser Tagebuch! Besonders mag, ich, dass ich die Großeltern simpel teilhaben lassen kann und nicht jedem separat etwas fertig machen muss.

Inke Hummel

Autorin für Elternratgeber und Kinderbücher, Familiencoach und Mama von drei Kindern aus Bonn