Wie räumt man richtig auf?

Wie räumst du so auf, dass es ordentlich bleibt? Wie räumst du auf, dass es sogar Spaß macht?

Marie Kondo hat eine Methode namens KonMari entwickelt, die einer Lebensphilosophie gleicht. Aufräumen wird mit ihr zum Prozess der Selbstfindung und Selbstordnung. Das Zuhause bleibt nachhaltig aufgeräumt. Wie du dein Chaos beseitigst und dadurch glücklicher wirst, verraten wir jetzt.

Intro

Mit Aufräumen zu mehr Lebensfreude?!?

„Aufräumen mit Marie Kondo“ -

Langweiligster Serientitel ever. Oder?

Ich zumindest war skeptisch. Aufräumen wurde bei uns spätestens mit den Kindern zu einem alltäglichen To Do, das uns als Eltern oft überfordert hat. Gerade war alles aufgeräumt, schon lagen die Legosteine wieder verstreut auf dem Zimmerboden. Wie soll da Freude aufkommen?

Es geht. Nachdem mein Mann & ich die Netflix-Serie "Tidying up" gestartet hatten, konnten wir uns der Idee der japanischen Aufräumexpertin Marie Kondo nicht mehr entziehen, denn sie verbindet Ordnung und Dankbarkeit zu einer Glücksphilosophie.

Direkt nach der ersten Folge haben wir begonnen, nach der KonMari-Methode aufzuräumen. Das Glücksgefühl stellte sich wirklich ein!

Hintergrund

Marie Kondos Philosophie

Ziel der KonMari Methode ist es, dass du in einem aufgeräumten Zuhause ein positives Lebensgefühl verschaffst. Du räumst deine Habseligkeiten in einer Weise auf, in der jedes noch so kleine Besitzstück einen bewussten Platz bekommt. Egal, wie viel oder wenig du besitzt.

Es geht bei KonMari nicht um Minimalismus. Vielmehr geht es darum, dass jeder Gegenstand, mit dem du dich umgibst, eine Bedeutung für dich hat. Entweder, weil er nützlich ist, dekorativ ist oder einen persönlichen Wert für dich besitzt.

„Keep what sparks joy for you!“, ist Marie Kondos Leitspruch.

Behalten wird nur, was du deinem aktuellen Selbstbild passt. Zu dem, wie du jetzt bist und sein möchtest.

Alles, was nicht dazu zählt, sortierst du aus.

Vorgehen

Die KonMari Methode

Marie Kondo nimmt sich Schritt für Schritt die ungeordneten Dinge im Haus vor, um systematisch alles aufzuräumen:

  • Kleider

  • Bücher

  • Papier

  • Kleinkram

  • Erinnerungsstücke

Zum Aufräumen wird jeweils alles auf einen Haufen geworfen. Beim Anblick der vielen Kleidungsstücke oder anderer Dinge empfinden viele ein Gefühl der Überwältigung. Das alles besitze ich? Das alles ist mein Chaos?

Doch dann wird Stück für Stück aufgeräumt. Alles, was du noch aktiv brauchst, kommt zurück an seinen Ort. Alles wird so gefaltet oder in den Schrank gelegt, dass du jederzeit an alles herankommst, ohne andere Dinge durcheinander zu bringen. Pullover kommen daher nicht aufeinander, sondern hübsch gefaltet nebeneinander.

Damit es besonders schön aussieht, kannst du deine Sachen zusätzlich nach Farben, Größe oder Form sortieren. Hauptsache, dir macht der Anblick Freude!

Doch was ist mit den Dingen, die du aussortieren müsstest, aber irgendwie nicht kannst?

Leichter aussortieren durch Dankbarkeit

Bei vielen Dingen fällt es schwer, sie wegzuschmeißen. Du hast doch Geld dafür ausgegeben! Du wolltest es damals so gerne haben! Es erinnert dich an deine Oma!

Deswegen bedankst du dich bei den Dingen, die du weggibst.

DANKE, lieber Gegenstand, dass du deinen Dienst getan hast. Danke, dass du mir zwei Jahre lang Freude bereitet hast. Jetzt lasse ich dich gehen.

Ein teures Kleid du einfach nicht mehr tragen würdest, weil er aus der Mode ist oder du einfach nie wieder braun tragen würdest, kannst du auf diese Weise gehen lassen. Damals hat dich der Kauf glücklich gemacht. Einen Sommer hat es dein Selbstbewusstsein gestärkt. Jetzt darf es Platz machen für Kleidungsstücke, die dir heute wichtig sind. Und die musst du in Wert setzen.

Die Hochzeitsfotos, die sich in Kisten stapeln, werden dekorativ in Rahmen aufgehängt. Erb- und Erinnerungsstücke erhalten einen besonderen Platz im Haus.

Digitale Dinge sortieren

Nun hat alles seinen Platz oder ist bewusst aussortiert. Yay!

Doch ein Problem bleibt.

Die größte Schwierigkeit sind im Bereich Konomo heute keine verstaubten Kisten voller Fotos und VHS-Kassetten mehr. Es sind die abertausenden von Fotos, Videos und Notizen auf den verschiedenen Festplatten und Smartphones, die nicht mehr in Wert gesetzt werden.

Die schiere Masse an digitalen Daten ist erschlagend. Deswegen wird nichts dazu aufgeschrieben. Die emotionalsten Erinnerungen geraten in Vergessenheit.

In meinem nächsten Artikel verrate ich dir, wie das Sortieren digitaler Fotos am besten funktioniert.

Was Marie Kondo für den physikalischen Bereich anwendet, funktioniert auch digital.

Los geht's!