Selbstbewusstsein von Kindern stärken

Kleine Kinder rufen oft erstmal: "Das kann ich!"

Hier stellen wir dir 10 tolle Tipps vor, wie deine Kinder den Glauben an sich selbst behalten und du ihr Selbstbewusstsein stärkst.

Tipp 1

Sei ein Vorbild

Achte darauf, wie oft es passiert, dass du dich selbst schlecht machst. Malst du deinem Kind ein Pferd vor und sagst: „Ach, das ist mir aber nicht gut gelungen“? Oder stehst du vor dem Spiegel und kritisiert deine Beine?

Kinder lernen vor allem durch Nachahmung. Sie gucken sich ab, wie ihr als Eltern euch verhaltet. Sie lernen über das, was du nicht sagst. Mach dich nicht in Gegenwart deiner Kinder klein, wenn du nicht möchtest, dass sie diese Form der Selbstreflexion übernehmen.

Seit öfters mal stolz auf dich und sage in Gegenwart deiner Kinder: „Uh cool, da habe ich aber eine gute Idee gehabt!“

Tipp 2

Formuliere regelmäßig positive Glaubenssätze

„Ich kann das nicht“ ,

hören wir schon von Dreijährigen. Gerade jüngere Geschwister vergleichen sich automatisch mit den älteren Geschwisterkindern und sind frustriert, wie wenig sie im Vergleich können.

Halte dagegen!

„Wow, das kannst du schon, obwohl du erst 3 bist!“

„Du hast selbst beim Nachbarn geklingelt. Wie mutig du bist!“

„Du bist witzig!“

All das sind positive Glaubenssätze, an dein Kind stärken und hier findest du weitere.

Tipp 3

Übergib Kindern Verantwortung

Vieles geht viel schneller, wenn wir es als Erwachsene selbst erledigen. Doch eine Familie ist ein soziales Konstrukt. Jeder braucht seinen Platz und seine Aufgaben, um sich wichtig zu fühlen.

Saugen, Geschirrspüler ausräumen oder nach der Marie Kondo-Methode Wäsche falten, macht schon kleinen Kindern Spaß!

Blogartikel: Aufräumen mit Kindern

Hier erfährst du, wie du schon kleine Kinder fürs Aufräumen begeisterst!

Tipp 4

Bezieht deine Kinder in Pläne ein

Kinder leben in einer von Erwachsenen bestimmten Welt. Aber Kinder sind keine unfertigen Menschen. Sie sind genauso wichtig wie die Erwachsenen. Sie haben ihre eigene Meinung und eigene Ideen.

Frag sie, was sie am Wochenende machen wollen, was für eine Aktivität sie im Urlaub toll fänden, in welcher Farbe sie den Kaninchenstall anstreichen wollen und was ihr zusammen kochen könntet.

Tipp 5

Lass dein Kind sein Ding finden

Alle spielen Fußball, aber dein Kind möchte Rollschulfahrer*in werden?

Die beste Freundin geht zum Judo, aber dein Kind macht am liebsten etwas ohne Körperkontakt und große Gruppen machen?

Probiert verschiedene Aktivitäten. Von Online-Malkursen bis zum Kinderyoga kann man fast überall Probestunden nehmen und abseits der Masse eigene Lieblingsaktivitäten finden.

Lass dein Kind entscheiden, was es machen möchte! Es wird nur dran bleiben, wenn es selbst Spaß daran findet.

Tipp 6

Höre deinen Kindern immer zu

Mach ein Ritual daraus, deinen Kindern zu festen Zeitfenstern Raum zum Erzählen zu geben.

Vieles erzählen Kinder nicht direkt nach der Kita oder der Schule, sondern kommt dann, wenn die Aufregung des Tages vorbei ist und die Gedanken bei ruhiger Stimmung ins Fließen kommen.

Bei uns oft abends vorm Einschlafen ;)

Tipp 7

Lass Risiken zu

Wahrscheinlich wird das gepellte Ei vom Löffel fallen, wenn der Zweijährige es auf dem Löffel balanciert. So what! Kinder wischen auch gerne auf 😉

Immer, wenn du denkst: „Oh oh, sollte ich nicht lieber …“ lass dein Kind machen. Solange kein Sicherheitsrisiko besteht, wird es viel schneller lernen, als wenn du alle Risiken abwendest.

Tipp 8

Lass deine Kinder scheitern

Auch, wenn du von Anfang an denkst, es könnte schiefgehen… Lass deine Kinder machen. Ohne eigene Fehler geht es nicht. Vor Enttäuschung kannst du sie leider nicht beschützen.

Dein Kind bekommt nicht die Wunschrolle im Schultheater? Besser als es gar nicht erst versucht zu haben. Lobe immer den Versuch und den Prozess. Das Ergebnis können wir oft ohnehin nicht beeinflussen.

Tipp 9

Besuch regelmäßig einen Arzt

Wenn Kinder etwas nicht verstehen oder nicht so gut können, haben sie keine andere Idee, als dass es an ihnen liegt. Oder der Lehrer doof ist ;)

Wenn Kinder eine Aufgabe der Lehrerin nicht richtig hören oder schlechter lesen als die anderen, können die Ursachen vielseitig sein.

Der Check beim Kinderarzt hilft zu prüfen, ob es an der mangelnden Seh- und Hörfähigkeit liegt. 15% aller Kinder zwischen 2 und 15 Jahren brauchen eine Brille!

Tipp 10

Macht einen Yes-Day!

Wie in Punkt 4 erwähnt: Die Welt der Kinder ist von ihren Eltern bestimmt und natürlich macht es bis zu einem gewissen Punkt auch total Sinn.

Doch genauso, wie es für uns als Eltern anstrengend sein kann, den ganzen Tag zu spielen und in die Welt der Kinder abzutauchen (Hallo, Ruhebedürfnis), so ist es auch für Kinder anstrengend, den vielen Geboten und Etiketten zu folgen, die in ihrer Welt nicht unbedingt Sinn machen (Warum gehört die Spaghetti nicht ins Wasserglas? Warum kann ich nicht unter dem Tisch essen? Und warum können wir nicht bis mittags spielen und dann in die Kita gehen …?)

Macht daher einen Yes-Day, an dem (fast) alles erlaubt ist, was die Kinder sich wünschen. Kündigt ihn als besonderen Kindertag an, damit eure Kids wissen, dass ein Yes-Day nicht der neue Status Quo ist ;).

So verrückt wie befürchtet, sind die Wünsche oft gar nicht. Traut euch! Lasst die Kinder den Tag bestimmen! Es macht Spaß!

Hier findest du 3 Gründe für einen Yes-Day, den Kinder genauso lieben wie Weihnachten. :)