Warum du jetzt ein Tagebuch beginnen solltest

Hat Tagebuch schreiben etwas Altmodisches für dich? Muss es nicht sein! Warum, erfährst du hier. Warum du unbedingt ein Tagebuch schreiben solltest, auch. Los geht's!

Intro

Who the f... schreibt heute noch Tagebuch?

Im 18. Jahrhundert, als die Aufklärung die Individualisierung in den Fokus des menschlichen Bewusstseins rückte, verbreitete sich das Tagebuch als Ausdrucksmittel und blieb es bis heute.

Bis heute? Wirklich?

Schreibt heute noch irgendjemand Tagebuch???

Das Thema Tagebuch führen hat seit diesem Jahrtausend, in dem wir schneller tippen als handschriftlich schreiben und hundertfach öfter das Smartphone als ein Notizbuch in der Hand halten, doch etwas Altmodisches.

Denkst du nicht auch?

Viele denken an Mädchen, die ihre Einträge mit „Liebes Tagebuch“ beginnen oder sich, wie Anne Frank einst, an eine fiktive Freundin (in ihrem Fall an Kitty) wenden. Alle Anwendungsfälle haben ihre Berechtigung, wirken aber für dich als Erwachsene vielleicht weder motivierend noch trendy.

Es ist einfach kein Thema, das einfach mal am Kamin- oder Lagerfeuer mit Freunden aufkommt.

DABEI gibt es inzwischen so wunderbare moderne Formen, Tagebuch zu schreiben! Als illustrierte Bücher mit Glückslisten oder moderne digitale Variante.

Und Hand aufs Herz: All die vielen, vielen Menschen, die auf Social Media oder ihren Blog regelmäßig ihre Alltagserlebnisse und Gedanken veröffentlichen, sind auch Tagebuchschreiber. Es ist eben ein öffentliches Tagebuch.

Es zeigt: Schreiben ist ein menschliches Bedürfnis, ob mit Papier und Stift oder an Laptop und Smartphone.

Warum ist Tagebuch schreiben vielen ein Bedürfnis?

2 von 3 Menschen führen Tagebuch! Hättest du das gedacht?

Michael Maar hat ein Buch über berühmte Tagebücher geschrieben. Er geht weit zurück in die Vergangenheit und endet bei Peter Sloterdijk, dem wohl bekanntesten Gegenwartsphilosophen und Diaristen unserer Zeit.

Warum ist Tagebuch schreiben vielen Menschen ein Bedürfnis?

Tagebuch schreiben dient der Verarbeitung und Dokumentation des persönlichen Erlebens.

Das Aufschreiben schafft eine Distanz zu den Ereignissen und ermöglicht eine Neubewertung von Situationen. Die Praxis des Tagebuchschreibens ist damit auch ein Mittel der "Selbst-Findung" (Vogelsang, 1971: über Diarium und diaristische Elemente in der Literatur) und hat dadurch einen therapeutischen Effekt. Positive Psychology

Tagebuch schreiben verändert dich. Positiv!

Es ist eine Auseinandersetzung mit der Gegenwart und Vergangenheit. In deine Gedanken kommt Struktur. Das hilft, negative Erlebnisse zu verarbeiten und eine neue Perspektive einzunehmen.

Ein Dankbarkeitstagebuch hilft dir, den Blick auf die schönen Dinge in deinem Leben zu richten. Als regelmäßige Übung wird positives Denken so trainiert.

In unserem digitalen Jahrhundert bekommt Tagebuch schreiben eine neue Dimension der Wichtigkeit, weil das Leben so schnell und hektisch geworden ist. Da ist die Achtsamkeit für den Moment umso wichtiger. Ein Tagebuch ist dafür das ideale Werkzeug.

Welche Tagebuchformen gibt es?

Wenn du darüber nachdenkst, ein Tagebuch zu beginnen, schau mal, welche Kategorien es gibt:

  • Dankbarkeitstagebuch: Nach dem Motto "Dankbarkeit macht glücklich" geht es bei dieser Tagebuchart darum, bewusst (nur/hauptsächlich) die positiven Momente des Lebens aufzuschreiben, um den Fokus auf das Schöne zu lenken und das, wofür man dankbar ist. Studien belegen, dass eine positive Lebenseinstellung auf diese Weise trainiert wird und glücklich(er) macht.

  • Projekttagebuch: Ein Tagebuch, das während eines von vornherein begrenzten Zeitraumes Einsatz findet.

  • Traumtagebuch: Haben Träume eine Bedeutung? Manche Menschen schreiben sie auf, um sie daraufhin zu deuten.

  • Literarisches Tagebuch: Schriftstellern wie Franz Kafka und Anne Frank führen Tagebücher, die eines Tages ihren Weg in die Literatur gefunden haben, weil sie zu Zeitzeugnissen wurden. Virginia Wolf (eine Autorin unserer Zeit) skizzierte darin ihre Romane und machte ihre Tagebücher auf diese Weise selbst (unbewusst) zu Literatur.

  • Reisetagebuch: Es wird während eines langen Urlaubs, einer Weltreise oder auch während eines "Sozialen Jahres" im Friedensdienst o. ä. geschrieben, um die neue Erfahrungen wie das Kennenlernen neuer Kulturen und Menschen im Ausland zu dokumentieren.

  • Schwangerschaftstagebuch: Ängste, Sorgen und Glücksmomente vom ersten Herzschlag des Ungeborenen bis zum Geburtstag festhalten, darum geht es bei dieser Art von Tagebuch. Untersuchungsergebnisse sollen festgehalten werden und auch Ultraschall-, Bauchfotos und Bilder vom "Nestbau" finden darin Platz.

  • Babytagebuch: Alle Meilensteine des eigenen Kindes von der Geburt an festhalten ist der Wunsch vieler Eltern, die ein Babytagebuch beginnen und meist weit über das Babyalter hinaus Anekdoten und Familienerlebnisse mit Texten und Foto zu dokumentieren.

  • Coronatagebuch: Damit wollten Familien, Einzelpersonen und Schulen den neuen Alltag während der Pandemie dokumentieren. Sie wollten Sorgen und Gedanken festhalten. Viele schreiben ihr Coronatagebuch bis heute fort, denn gänzlich normalisiert hat sich unser Leben nur augenscheinlich. Die Nachwirkungen spüren viele noch immer.

Aufschreiben als Erinnerungsarbeit

Egal, für welche Art von Tagebuch du dich entscheidest, du wirst deine Selbstreflexion und die Achtsamkeit, mit der du dir selbst begegnest, fördern.

Darüber hinaus kannst du es als Möglichkeit nutzen, Erinnerungen festzuhalten.

Nutze Tagebuch schreiben als Dokumentation der eigenen erlebten Zeit für andere.

Wer Tagebuch schreibt, möchte dem Flugsand der Zeit etwas Greifbares abgewinnen. Und mehr noch: ein Tagebuch führt, wer sich dereinst erinnern will. (Rüdiger Görner, 1986: Das Tagebuch, S. 11)

Unsere Nachfahren können es später als Zeitzeugnis begreifen.

Tagebuch schreiben ermöglicht uns, in einem Archiv des eigenen Lebens zurückblättern, um uns Erinnerungen wach zu rufen oder sie unseren Kindern zugänglich zu machen.

Erinnerungen verbinden die Generationen einer Familie. Egal, ob wir unsere Erinnerungen an unsere Kinder weitergeben, oder für uns alleine verwahren, sie sind ein persönlicher Schatz.

Wenn du Bilder von früher anschaust, zum Beispiel aus Kindheit deiner Großeltern, wird dir bewusst, wie wenig du die Geschichten dazu kennst. Genauso wird es später unseren Kindern gehen, wenn wir nichts aufschreiben.

Tagebuch schreiben speziell für Eltern

A propos Kinder.

So schön er ist, der Alltag mit Kindern kann Nerven aufreibend sein. Glücksmomente des Alltags, die einem allem Stress zum Trotz ein Lächeln ins Gesicht zaubern, sind manchmal nur von kurzer Weile.

Außer, du hältst sie fest und erfreust dich immer wieder daran, #dankbarkeitstagebuch.

Ein Tagebuch hilft, den Blick für das Besondere im Alltag zu schulen - und das macht langfristig glücklich.

Das Beobachten der eigenen Schatten, die durch die Sonne laufen. Ein nicht enden wollender Lachanfall beim Zubettgehen. Ein warmer Kakao an einem verschneiten Wintermorgen. Die ersten Sonnenstrahlen zwischen den Jalousien im Kinderzimmer ...

Der Fokus auf diese positiven Augenblicke ist erfüllend und multipliziert sich, wenn man sie sich durch eine Dokumentation der Familienerlebnisse immer wieder ins Gedächtnis rufen kann.

Worüber haben wir gemeinsam mit unseren Kindern gelacht?
Was hat unser Kind dabei erzählt?
Wie haben wir uns gefühlt?

Jeder Entwicklungsschritt des eigenen Kindes zeigt Eltern, dass die Zeit wieder ein bisschen vorbeigeflogen ist.

Umso wichtiger ist es, kleinen und großen Meilensteine der Kindesentwicklung festzuhalten.

Diese Form des Tagebuchs hat nicht nur das Ziel, Erinnerungen für dich zu sichern, sondern sie deinem Kind eines Tages zu überreichen, als Dokumentation der eigenen Kindheit.

Eine solche Form der Dokumentation ist damit anders als das klassische Tagebuch von Anfang an für die Augen anderer angelegt, wenn auch, anders als das literarische Tagebuch, das für die Öffentlichkeit geschrieben wird, nur für den eigenen Familienkreis oder gar nur für die eigenen Kinder.

Welches Geschenk könnte für die eigenen Kinder schließlich persönlicher sein als die Erinnerungen der Eltern?

Fazit

Weg mit dem altmodischen Flair

Jetzt weißt du, dass

  • sehr viele Menschen regelmäßig ihre Erlebnisse festhalten.

  • es viele unterschiedliche Formen des Tagebuchschreibens gibt

  • Tagebuchschreiben die Selbstreflexion, Abstand zu Geschehenem und die Neubewertung von Ereignissen fördert

  • es ein Tool ist, um Langsamkeit und Achtsamkeit in deinen hektischen Alltag zu bringen

  • aufschreiben Erinnerungen innerhalb einer Familie lebendig hält - anders als nur Fotos es je könnten

Dies hat dich hoffentlich überzeugt, dass auch für dich ein Tagebuch ein geeignetes Werkzeug ist.

Wenn du keinen altmodischen Flair magst, such dir ein Tagebuch, das du als modernen Alltagsbegleiter täglich nutzen kannst.

Ein Online-Tagebuch ist dafür die beste Möglichkeit.

Es ist editierbar und die besiegt die Angst vor dem nächsten Smartphone-Crash.

Es ist die Antwort dafür, dass du deine Texte mit Fotos und Videos an einem Ort speichern kannst. Es ist deine digitale Schatzkiste.

Vergilbt, verloren, vergessen, das war gestern.

Mit deinem Online-Tagebuch bleiben deine Erinnerungen für dich und die nächste Generation erhalten. Wenn du das Online-Tagebuch von YAY kennenlernen möchtest, klicken unten auf mehr über YAY.

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