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Warum „Mompreneur“ nach Mottenkugeln riecht

Seit mein Mann & ich YAY gegründet haben, werde ich im Businessumfeld immer wieder als Mompreneur bezeichnet, zuletzt in meinem Interview mit Women Who Inspire Rhein Main. In dem Begriff schwang Anerkennung mit. Zwei kleine Kinder und trotzdem den Mut, ein Startup zu gründen? Respekt!

Diese Wertschätzung sollte mir schmeicheln, mir empowern, doch stattdessen löst der Begriff in mir Unbehagen aus. Genau wie bei vielen anderen Frauen, wie meine Recherche gezeigt hat. In diesem Artikel erfährst du, warum.

Important hint: Der Titel meines Artikels soll polarisieren, jedoch keine Frau beleidigen, die diesen Begriff mag und für sich verwendet! Alles dazu jetzt hier :D

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03.08.2020 · Blog von YAY
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Vor meiner Startup-Gründung habe ich mir als Politikwissenschaftlerin in der Wirtschaftsförderung und Entwicklungszusammenarbeit in verschiedenen Positionen, zum Schluss als Projektleiterin, ein Standing aufgebaut, wurde von vielen Kollegen geschätzt. Als ich meinen letzten Arbeitgeber verließ, um mich - ein Jahr nach der Geburt unseres ersten Kindes - mit einer Tagebuch-App für Eltern selbstständig zu machen, erntete ich verwirrte Blicke. Deine Karriere Job aufgeben und dich in der Elternbubble einschließen, weil du ein Kind bekommen hast ... ?

Niemand hat gesagt: Du warst bei uns bekannt dafür, kreativ und strategisch zu arbeiten, hast unsere digitalen Themen weiterentwickelt und jetzt mündet dein Know-how darin, dass du ein eigenes Produkt herausbringst. Es lag nicht in ihrer Vorstellungskraft, I don’t blame anyone!

Fest steht: Auch den Ruf als Unternehmerin muss man sich erst aufbauen. Nicht leicht, wenn man nicht aus einem unternehmerischen Umfeld kommt. Mir ist das, was ich jetzt tue, wichtig, wie nie etwas zuvor in meinem Leben, denn diese Reise als Gründerin, das bin ganz ich. Deswegen stehe ich allem, was diese Rolle zu minimieren scheint, doppelt kritisch gegenüber. Der Begriff Mompreneur zählt für mich dazu.

Erstmal zur Definition:

1. Was ist eigentlich eine Mompreneur?

Ein Begriff, viele Definitionen, noch mehr Assoziationen. Das US-amerikanische Entrepreneur-Magazin hat eine eigene Rubrik für Firmeninhaberin oder Startupgründerin, die Mutter (oder Freelancer?) sind, Mompreneurs, es gibt Plattformen mit tausenden von Mitgliedern wie Foundingmoms.com, Themompreneur.com und das deutsche Netzwerk mompreneurs.de sowie zahlreiche Blogartikel und Definitionsversuche. Was also ist eine Mompreneur?

Oder heißt es EIN Mompreneur, da die Endung für diese Frauengruppe männlich ist?

Gebildet aus Mom + Entrepreneur bedeutet der Begriff laut Investopedia:

“Mompreneur, or “mompreneurs”, is a slang term describing women who start or run their own businesses while also acting as a full-time parent […]”

Hier beginnt die erste von vielen Vewirrungen. Bedeutet full-time, dass Frauen ohne Kinderbetreuung, sprich ohne Kita gemeint sind? Sind Mompreneurs demnach immer Frauen, deren Kinder noch nicht im Schulalter sind?

Oder arbeitet sie, während ihre Kinder im Hintergrund spielen? Während des COVID-19-Lockdowns kursierten solche Bilder auf Twitter, die zumindest unsere Realität als Eltern und Gründer von YAY nicht widerspiegeln.

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"Arbeitet" dein Kind parallel mit dir? Lass mich wissen, wer von euch schneller programmiert ;)

… eine Bastelschnecke, die etwas dazu verdienen will – denkste!

Oxford Languages definiert

„Mumpreneur: a woman who sets up and runs her own business in addition to caring for her young child or children.“

IN ADDITION TO! Die Definition erhält eine klare Priorisierung.

Für Investopedia handelt es in den meisten Fällen um

„mothers who are running smal scale operations out of their own homes, such as selling crafts on sites like Etsy or eBay.”

In dem Fall wären die Unternehmerinnen und Investorinnen Verena Pausder und Judith Williams keine Mompreneur, wobei sie in Interviews von HerMoney durchaus als solche bezeichnet werden. Auch ich als Mitbegründerin eines SaaS-Unternehmens falle demnach aus der Kategorie.

„… out of their homes.“ (Investopedia) ... ist also ein typisches Merkmal?

Arbeitet ein/e Mompreneur immer von zuhause???, fragt Charlotte Ottaway, Gründerin von Web of words, genervt. Selbst weist sie den Terminus (zu dem Zeitpunkt noch kinderlos) von sich:

“I don’t think I’ll ever relate to the title of ‘mompreneur’. Not that there’s anything wrong with the term. It’ just that, to me, it describes a cohort of women who have always been mom first, entrepreneur second; a group who started their business as a way to supplement their income so they could spend more time with their kids.”

Definiert sich die Gruppe wirklich darüber, dass sie das Einkommen nur aufstocken möchte, statt mit ihrem Business unabhängig zu sein?

Es passt zu der Definition von Investopedia, gemäß der Mompreneurs überwiegend Bastelschnecken seien, die ihre Produkte auf DIY-Plattformen verkaufen. Demnach müsste ein/e Mompreneur immer einen Ehemann haben, der die finanzielle Grundlage der Familie sichert (oder sehr reich geboren sein). Andere Mütter könnten es sich gar nicht leisten, nur ein kleines Zusatzbrot zur Familienkasse zu leisten bzw. ihre Kinder zu ernähren.

Ich habe keine eigene Studie dazu erstellt, ob wirklich die meisten „Mompreneurs“ ihre Arbeit als reinen Zuverdienst sehen, statt als Karriere und ob der Großteil im handwerklich-kreativen Bereich tätig ist. (Dass Frauen ihr Handwerk auf DIY-Plattformen verkaufen finde ich by the way großartig. Ob sie mehr Mompreneur sind als ich, weiß ich nicht, so verwaschen wie der Begriff in den Medien benutzt wird.)

Deutlich wird: Die Definitionen zeigen jedoch wie verbreitet das Bild ist, das der Begriff vermittelt. Er wird mit einer familiären Rollenaufteilung assoziiert, die für das Philipp und mich als Vertreter Generation Y weder modern noch erstrebenswert klingt.

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Definiert sich eine Mompreneur als Bastelschnecke im Homeoffice?

… eine Mama mit Baby-Business – vielleicht!

Charlotte Ottaway weist den Begriff Mompreneur außerdem zurück, da sie ihre Firma bereits vor der Geburt ihres Kindes aufgebaut hat. Damit wirft sie einen weiteren Aspekt zur Definition in den Raum, nach dem Mompreneurs ein von Kindern inspiriertes Business führen. Bei der Gründerin des Online-Shops Tausendkind ist das der Fall, genauso bei den Schwestern der Kinderbekleidungsmarke Little Greenies und bei uns von YAY. Bei vielen anderen wie Ariana Huffington oder Journalistin Stefanie Bilen aber auch nicht.

Wir haben YAY tatsächlich inspiriert von unseren Kindern geschaffen, die Idee, einen eigenen Weg abseits des Angestelltendaseins zu gehen, stand bereits vorher. Tatsächlich war die Elternzeit für uns eine Auszeit vom Vollzeitjob, die uns Raum für eigenen Projekte gab. Es gab für uns Zeit, Wendepunkte zu definieren und Visionen zu besprechen.

Sollte der Gründungszeitpunkt ein Definitionskriterium sein? Vielleicht Haarspalterei, aber solange sich Frauen durch den Begriff beleidigt fühlen, ist es durchaus relevant, über die Merkmale der Zuordnung nachzudenken.

Googled man nämlich die Schlagzeile „Don’t call me Mompreneur“, oder Paraphrasierungen dessen, findet man nämlich eine Vielzahl von Artikeln, auf die ich gleich noch eingehe, die die diese negative Wahrnehmung beweist, nicht nur bei Mrs. Ottaway (... sondern z. B. auch bei Dailyfemme, rocketcitymom, augustsociety, um nur einige große Blogs zu nennen).

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YAY war ursprünglich nur als Online-Tagebuch für Eltern angedacht, bevor es sich als App für alle Erinnerungsliebhaber entwickelt hat. Gehöre ich als Co-Gründerin von YAY deswegen in die Mompreneur-Kategorie?

… eine Frau, die eine eigene Firma und Kinder hat – jo!

In ihrer Allgemeinheit gefällt mir die Definition von Wikipedia:

“Mompreneur is a neologism defined as a female business owner who is actively balancing the role of mom and the role of entrepreneur.”

Actively balancing, das gefällt mir, denn seit wir Kindern haben (und sie sind noch klein), organisieren wir uns mehr als je zuvor und als Eltern sind wir gewissermaßen immer auf Abruf:

„Ihr Kind ist gerade mit dem Fallschirm vom Kitadach gesprungen und hat sich den Knöchel verstaucht!“ „Ah ja, alles klar, komme ich es mal abholen …“ :D

Manche Definitionen grenzen die Arbeit der Frauengruppe thematisch ein, manche zeitlich. Was in allen fehlt, ist das Alter der Kinder, daher sei hier noch die des KFW-Monitors angefügt:

„Mompreneurs sind Gründerinnen mit minderjährigen Kinder im Haushalt“ (KFW-Monitor 2019, S. 12 mit Verweis auf Metzger 2017

Der Aspekt ist relevant, denn wenn die Kinder (fast) erwachsen sind, muss man sich (meisten ;)) nicht mehr in dem Umfang um sie kümmern, dass die eigene Arbeitszeit im Vergleich zu Kinderlosen dadurch verringert wird. Ich schätze, dass niemand eine Investorin wie Dagmar Wöhrl als Mompreneur bezeichnen würde, da ihre Kinder bereits erwachsen sind und ihr größter beruflicher Erfolg kam, als ihre Kinder aus dem Haus waren.

Offensichtlich wird, dass die verschiedenen Definitionen zeigen: Für jeden schwingen andere Aspekte mit, für jeden ist er daher anders konnotiert. Eine einheitliche Definierung ist meiner Meinung nach auch nicht wichtig, solange jede/r weiß, wie er ihn warum nutzt (dazu jetzt mehr!).

Wie klingt der Begriff für euch, positiv/inspirierend, negativ/altbacken oder fragt ihr euch einfach, warum manche ihren Mama-Status im Businessleben so betonen?

Die Antworten meines Netzwerks stelle ich im nächsten Kapitel vor und verrate auch, wofür ich stimme.

Takeout von Kapitel 1:

Für den Begriff gibt es viele Definitionen, die unterschiedliche Aspekte wie Alter der Kinder (Kleinkind ja/nein), verfügbare Zeit (arbeitet ganz-/halbtags) und die thematische Ausrichtung des Geschäfts aufnehmen (im Kinderbereich aktiv oder nicht). Aber auch die Frage, ob Mompreneurs sich darüber definieren, dass sie von ihrem Geschäft leben können oder ein kleines Zubrot für die gemeinsame Haushaltskasse schaffen, legt jeder unterschiedlich aus - dies ist aber bedeutend dafür, ob der Begriff positiv oder negativ wahrgenommen wird.

2. Mompreneur, was ein nett gemeinte Bezeichnung – oder?!?

Eine Firmengründerin, die auch Mutter ist, möchte nicht immer als Mompreneur angesprochen werden, soviel ist bereits bei den Definitionsversuchen deutlich geworden. Manche bezeichnen sich selbst so, andere lehnen ihn ab:

„[…] the term ‘mompreneur’ may be seen as derogatory toward mothers who are business owners” (Investopedia).

Wie wirkt der Begriff? Eine kleine Umfrage

Mit dem Ziel, ein Stimmungsbild einzufangen, habe ich mein Twitter- und Linkedin Netwerk gefragt:

momprener umfrage

An der Umfrage haben sowohl Frauen mit als auch ohne Kinder teilgenommen und auch ein paar Männer. Obwohl die Umfrage nicht representativ ist, hat sie mir gezeigt, wie unterschiedlich dieser Begriff aufgenommen wird. Pedro Ferreira, Papa von vier Kindern und Katrhin Feistl schreiben:

umfrage comments mompreneur

Antwort 1 : sounds courageous/inspiring

...weil Startup-Gründerinnen Vorreiterinnen sind

„Stolz“, schreibt K. Feistl ist sie und das sind bestimmt die meisten Frauen, die sich selbst in ihren Social Media Profilen als solche bezeichnen. Schließlich sind Frauen mit Startup (ob mit oder ohne Kinder) in der Minderheit, wie Kapitel 3 aufzeigen wird, insofern befinden sich Gründerinnen im Startupbereich automatisch in einer Vorreiterrolle.

Von den Frauen, die sich mit dem Begriff identifizieren, ist meine Lieblings-Instagram-Bio ist die von Stefanie Stanislawski auf Instagram:

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Mom of three under three: Die Anspielung auf Forbes ist für mich eine großartige Selbstbezeichnung einer Mama, die für ihr erstes Startup 2 Mio. € Investment einsammeln konnte. Im persönlichen Interview erzählt Stefanie mir:

I studied Systems Engineering, we were only 2 girls! I graduated top of my class. I was awarded “Future Leader” by the Hillary Clinton Foundation at the age of 22. I founded my NGO focused on mentoring young women. I founded my own company. I’ve worked for amazing global companies. BUT THE HARDEST THING I’VE DONE SO FAR... is to me a mom. A good mom. So I’m very proud to use the “mom” word in everything I am: “Working mom” “Boss mama” “Mompreneur” ... I believe it’s an “extra” star next to my achievements.“

Stefanie ist eine bewundernswerte Frau. Wenn ich so ein beeindruckendes Statement höre, bin ich gleich noch ein bisschen stolzer, beides zu sein: Entrepreneur UND Mom.

Diejenigen, die die Umfrage, wie Stefanie, mit „mutig/inspirierend“ beantwortet haben, wissen (schätze ich), wie viel Zeitinvestment und Mut beide Aufgaben bedeuten. Sie wissen: Wer ein Startup aufbaut, geht finanziell ins Risiko. Wer ein Startup aufbaut und Kinder hat, trägt dieses Risiko nicht nur für sich, sondern für die Familie. Für diejenigen, die hier gestimmt haben, sehen in einer Mompreneur eine Powerfrau, die ihren Weg geht, ob alleinerziehend, mit Partner oder unabhängig von ihm.

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Stefanie Stanislawski nennt sich mit Stolz Mompreneur oder girl-boss, um mit Stolz das Härteste zu betonen, was sie je gemacht hat: Mama von drei kleinen Mädchen sein!

...weil sie aus Leidenschaft gründen

Obwohl ich den Begriff Mompreneur nicht mag, finde ich die Motivation inspirierend, aus der heraus viele Unternehmerinnen gründen, die auch Mütter sind. In den meisten Fällen speist sie sich nicht aus der Motivation, Job und Kind zu vereinen, sondern aus derselben wie die vieler erfolgreicher Unternehmer*innen:

Etwas verbessern wollen. Etwas schaffen, was es noch nicht gibt. Lösungen finden.

„Inspirierend dürften auch hier die Beweggründe der Mompreneurs sein, ein Business aufzuziehen. Es ging ihnen nämlich nicht in erster Linie darum, Job und Kind zu vereinen. Arianna Huffington etwa suchte ein neues Medium für politische Diskussionen – es kam zur Onlinezeitung. Diane von Furstenberg wollte ein vielseitig verwendbares Kleidungsstück, das ihre Garderobe vervollständigte. Sie entwarf das sogenannte Wickelkleid – wrap dress. Und Joanne K. Rowling hatte die Idee zu Harry Potter im Kopf und setzte sich irgendwann hin, um diese wunderbare Geschichte aufzuschreiben. Der Lösungsansatz dieser Powerfrauen war: “If it doesn’t exist, do it yourself” – Wenn es das nicht gibt, nehme ich es eben selbst in die Hand.

Die bereits zitierte Stefanie Stanislawski hat ihr erstes Unternehmen Predictive People gegründet, bevor sie Mutter wurde.

Ruth Schöllhammer, Vorsitzende beim Deutschen Gründerverband e.V, sagt dazu im selben Artikel:

„Unternehmerinnen wollen ihren Lebensunterhalt mit einer Arbeit verdienen, die sie glücklich macht. Als Vorsitzende des Deutschen Gründerverbands kann ich aus zahlreichen Interviews und Gesprächen bestätigen: Das Glück der unternehmerischen Unabhängigkeit ist unbezahlbar.“

So ging es mir auch. Mein Mann und ich haben unser Startup gegründet, weil wir nach beruflicher Erfüllung streben, und wir wollten, unabhängig davon, Kinder. Dass sich beides gegenseitig bereichert, ist umso schöner!

Die Studie gibt einmal mehr Anlass dazu, die Begriffe Mom und Entrepreneur getrennt zu halten.

Antwort 2: sounds stale/uninspiring

Nur eine Person meiner Umfrage labelt den Begriff als altbacken und ich gebe zu: Ich auch. Nicht das Wort als solches, aber die Bedeutung, die mitschwingt.

Warum?

… weil er minimalisiert … denn er klingt niedlich, die Synonyme, die ich dir hier gleich nenne, umso mehr!

Die New Yorkerin Filomena Fanelli CEO und Gründerin von Impact PR & Communications schreibt:

„I hate the cutesy names assigned to female entrepreneurs and women in leadership positions. You’ve probably heard a few of them, flippantly called someone one of these names or, if you’re a female, maybe even identified yourself this way without giving it a second thought. Mompreneur. Lady boss. Femmepreneur. Career woman. Girl boss. Business mama. Mommy mogul. And my least favorite - boss babe. So, what’s the big deal with all of these labels? In a word, they are minimizing. If we take the focus off the size of a woman’s heels, her attire (who cares if I wear a form-fitting dress or a modest pantsuit?) and her family size and place it back where it belongs, on her business acumen, we’ll be well on our way to true gender equality“.

filomena fanelli dont call me mompreneur

… weil er keine Gleichberechtigung enthält … oder wer spricht von Dadpreneurs?

Männer (obwohl es sich manche wünschen würden!) werden nicht im gleichen Maße als Dadpreneurs bezeichnet werden, wie viele Frauen (ohne gefragt zu werden) über den Kamm Mompreneurs geschoren werden. Warum maßen wir uns an, bei Frauen daraufhin zuweise, dass sie auch Mutter ist, während es bei Männern überhaupt keine Rolle zu scheinen spielt?

Verena Pausder sagt im Interview mit dem Female Founder Monitor über ihren Mann: „Er ist der größere Feminist von uns beiden und trotzdem gibt es über ihn sogar ganzseitige Portraits, in denen unsere Kinder gar kein Thema sind. Es ist schade, dass er nicht stärker als Role Model für andere Gründer fungieren kann und damit zeigt: auch als Mann ist es möglich, zu gründen und sich gleichzeitig um seine Familie zu kümmern.“

verena pausder ueber gruendung und familie
Sceenshot von: Female Founder Monitor

Die im einleitenden Kapitel zitierte Wikipedia-Definition könnte wie folgt für Väter mit Firma übernehmen:

“Dadpreneur is a neologism defined as a male business owner who is actively balancing the role of dad and the role of entrepreneur.

Denn auch männliche Unternehmer tragen tagsüber die Vaterrolle (oder sollten es tun!). Philipp, mein Mann und Mitbegründer bei YAY und ich holen unsere Kinder abwechselnd von der Kita ab. Wenn ein Kind nachts wach wird, kümmern wir uns abwechselnd darum und sind dementsprechend tagsüber abwechselnd müde… Selbst wenn ich mich am Nachmittag mit den Kindern beschäftige, hört er im Homeoffice den Lärm, so dass Ablenkungen ausgesetzt ist, die ein kinderloser Unternehmern nicht hat. Manchmal braucht er Kopfhörer, die den Krachmacher-Lärm stummschalten, manchmal würde er am liebsten bei uns sein, obwohl er ein Meeting hat. Warum befragt ihn keiner, wie er seine Bedürfnisse managed?

Whitney Popa aus Seattle rezensiert auf ihrem Blog The brand next door ein Amazon-Video auf Twitter (gepostet im Feb. 2020) über eine Mutter, die über 40 Produkte bei Amazon gelauncht hat. Die Kommentare auf Twitter waren fast alle negativ, weil auch hier die Gedanken „Mom first“ transportiert wird.

mompreneur amazon video twitter
Amazon scheint mit dem Video über Tara andere Mütter ermutigen zu wollen, über ihre Plattform zu verkaufen. Passt so eine Werbung in unsere Zeit?

„The assumption remains that whatever a woman takes on - whether it’s hustling to build a business, going to work full time, writing a novel, saving the world, etc. etc. - it will be on top of her home and childcare duties, whereas men are seen as separate from those things. In 2020, this is still the assumption. Or, at least what we’re consuming in a whole lot of media. So we make piddly little videos celebrating moms who want more out of their days than listening to their toddlers scream at them from across the house and watching their babies throw food on the floor.

Weil er nicht auf Gleichbereichtigung zielt, „femme entreneurs“ anders kategorisiert und stigmatsiert (s. Kap. Gründen in Deutschland/wer erhält mehr VC?) finde ich den Begriff Mompreneur rückwärtsgewandt.

Sicher gibt es Familien, bei denen sich die Frau mehr um ihre Kinder kümmern MÖCHTE, als der Mann.
Sicher haben Frauen mit einem eigenen Unternehmen andere Bedürfnisse als Frauen ohne Kinder.
Sicher stehen sie vor anderen Herausforderungen, was das Zeitmanagement und das finanzielle Risiko angeht als Frauen ohne Kinder. Deswegen ist es großartig, dass es Netwerke für Gleichgesinnte wie von Christin Michel Carter gibt sowie die eingangs genannten Plattformen und viele weitere Netzwerke und Vereine gibt.

Darum geht es mir nicht. Es geht mir darum, dass es ein schlechtes Zeichen setzt, im Businessumfeld darauf verweisen zu müssen, dass wir als Frauen Gründerin mit Kindern sein können, während das für Männer selbstverständlich ist. Deswegen frage ich: WHY HIGHLIGHT THE MOM STATUS?

Und vote ich für die 3. Antwort meiner Umfrage:

Antwort 3: Why highlight the Mom status?

Hätte ich selbst an meiner Umfrage teilgenommen, ich hätte die dritte. Antwort gewählt, denn: Ich liebe meine Kinder über alles. Nur warum sollte ich in meinem beruflichen Umfeld in der ersten Silbe auf sie hinweisen? Der Begriff verweist darauf (wie ich bereits in meinem Women Who Inspire Rhein Main-Interview betont habe), dass wir ihn im Deutschland des Jahres 2020 brauchen (im nächsten Kapitel kommen Daten & Fakten zur aktuellen Gründungssituation in Deutschland).

Es klingt so schrecklich rückwärtsgewandt im beruflichen Umfeld darauf zu verweisen!

...es klingt, als wäre „Mom first“ die gesellschaftliche Wahrnehmung

In einem Mediumartikel von 2005 schreibt Aly Saxe, Gründerin und CEO der Software Iris:

„There’s a deep-rooted assumption in our society that women entrepreneurs with children will always regard themselves as mom first and foremost, and entrepreneur second. They can never exist on the same plane, and this is hurting us all.“, später analysiert sie die Mompeneur-Sektion im Magazin Entreprenuer, in der die Hälfte mit WorkLife Balance zu tun hat: „There isn’t a single headline on how to improve your business. Nothing on growing sales, raising capital, mastering culture, or recruiting the best talent. Apparently the only thing women entrepreneurs are supposed to care about is how to balance their godforsaken careers with having a family.”

Aly spricht für Nordamerika, aber aufgeheizte politische Diskussion um Herdprämen und Benachteiligung von Frauen bei der Vergabe von Venture Capital zeigt auf, wie bristant dieses Thema in Deutschland ist.

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...es klingt nicht nach dem, was die Kategorisierung erreichen könnte

Wollen Mütter, die sich Mompreneurs nennen, damit darauf hinweisen, dass sie sich einer besonderen Herausforderung stellen und besonders viel leisten? (Da ich selbst in der Rolle bin, steht es für mich außer Frage, dass sie es tun!). Wollen sie (wir? just defining mine ...) um Chancen kämpfen oder ist es ihr Weg, sich für Gleichberechtigung einzusetzen, weil sie der neue Standard sein möchten?

Jede Frau hat ihr persönliches Motiv, das Berechtigung hat. Mein Problem ist einfach, dass der Begriff für mich nicht nach all diesen positiven Bestrebungen klingt.

Creating a special category of content for entrepreneurs who happen to also be moms creates a perception that these women don’t run their businesses the same way other entrepreneurs do. And this is completely false. (Quelle: Aly Saxe, s.o.).

Sicherlich sinnvoll ist die Kategorisierung aber, weil sich darüber Gleichgesinnte finden, die de facto eine Minderheit bilden. Eine noch sehr kleine, aber wachsende.

Die folgende Grafik zeigt, dass immer mehr beruflich tätige Mütter im Internet ein Netzwerk suchen:

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Ob die Suchenden eine eigene Firma haben, bleibt offen, da es keine Aussage dazu gibt, wer diese Suchanfragen gestellt hat. Die Ergebnisse scheinen aber zu bestätigen, dass Mompreneur sein entweder ein Trend ist, das Angebot für die Zielgruppe wächst (Investopedia: „mompreneurs are a relatively new trend in entrepreneurship“) oder zumindest der Begriff sich immer größerer Beliebtheit erfreut.

Ob diese Gleichgesinnten sich in dem Maße vorrangig für Erziehungs- und Zeitmanagementthemen interessieren, wie es die großen Online-Plattformen aufgrund ihrer Themenwahl suggerieren, bleibt dahin gestellt. Fest steht: In einem Netzwerk kann man Unterstützung finden, Austausch und oft auch Vorbilder und die brauchen wir in Deutschland. Das folgende Kapitel zeigt, dass es noch viel zu tun gibt, um Frauen (ob mit oder ohne Kinder) bei der Gründung, vor allem aber beim Wachstum ihrer Firma gleichberechtigt auf Augenhöhe zu begegnen.

Takeout von Kapitel 2:

Für die meisten Teilnehmer’innen der Umfrage klingt Mompreneur „inspirierend“. Vermutlich, weil sie es mutig finden, mit Kindern ins finanzielle Risiko zu gehen und weil zu der Verantwortung für Kinder die für eine Firma kommt. Die meisten Mütter gründen, um Probleme ihrer Zeit zu lösen. Aber altbacken klingt der Begriff für mich dennoch, da er für mich nicht für Gleichberechtigung steht, solange wir den Mom Status im Businessumfeld hihglighten müssen. Er klingt nach „Sie ist erst Mama, dann Unternehmerin.“ Für die zitierten Moms klingt es nach wenig Zutrauen in ihre Rolle als Gründerin.

3. Müssen wir in Deutschland betonen, dass auch Mütter gründen können?

Ein kurzer Ausflug: Als ich zur Gründung von YAY bei der Agentur für Arbeit den Gründungszuschuss beantragt habe, kam ich mit meiner Beraterin dazu ins Gespräch, ob derzeit viele Menschen in Deutschland ihn beantragen würden. Ihre Antwort, sinngemäß:

„Nein, überhaupt nicht. Die Wirtschaftslage in Deutschland ist gerade so gut, da muss man sich nicht selbstständig machen.“

Gründen ist kein Schritt, der leichter Hand geschieht. Es gibt versicherungstechnische Fälle, die die Selbstständigkeit teuer werden lassen und Businessplan hin oder her, niemand weiß genau, wann das eigene Startup profitabel wird. Schon für viele Familienlose ist das ein Schritt, den nicht jeder wagt, der dazu Lust verspürt innovative Ideen hat. Dann noch mit Kindern???

Zeit für Zahlen

Der Anteil gründender Frauen (mit und ohne Kinder) liegt bei 37 %, Tendenz wachsend. Dazu zählen Frauen, die als Freelancerin arbeiten und solche, die als Unternehmerin tätig sind, sprich, eine eigene Firma besitzen. Im Startupbereich liegt die Frauenquote nur bei 15,1 % (Quelle: Startupmonitor, S. 14.).

Jede 6. Gründung erfolgt durch eine Frau mit Kindern:

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Warum wollen Frauen lieber als Dienstleisterin arbeiten, statt ein Unternehmen aufzubauen, Kind hin oder her? Judith Williams teilt ihre Beobachtungen im Interview mit HerMoney teilt:

herMoney:

In Deutschland gründen nur 15 Prozent der Frauen eigene Unternehmen. Woran liegt es aus Ihrer Sicht, dass so wenige Frauen Firmen gründen und stattdessen lieber Coach werden wollen?

Judith Williams:

Weil sie dann endlich anderen sagen können, wie es geht, auch wenn sie es selbst nicht können (lacht). Ich habe zu dem Coach-Dasein ein sehr gespaltenes Verhältnis. Einerseits bin ich sehr dankbar dafür und nutze ihre Dienstleistung gerne selbst für neue Ansätze und Selbstreflexionen. Aber es ist sehr schwer, Coaches zu finden, die unternehmerisch etwas auf die Beine gestellt haben. Es ist einfacher, einen Rat zu geben, als es selbst zu machen.

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Judith Williams ist Multiinvestorin und Unternehmerin, © Foto: judithwilliams.com

Zeit für Fakten

Suchen Frauen den einfacheren Weg? Sicher nicht.

„Frauen sehen die Selbstständigkeit hinsichtlich ihrer Anforderungen an Unabhängigkeit offenbar häufig als die bessere Alternative an – insbesondere wenn es um eine Vollerwerbstätigkeit geht oder minderjährige Kinder zu versorgen sind.“ (KFW Gründungsmonitor 2019, S. 3)

Wenn sie weniger gründen als Männer, liegt es häufig an den Gründen, die Cornelia Klaus und Dr. Katja von der Bey von der Bundesweiten Gründerinnenagentur im bereits zitierte Startupmonitor (S. 16) anführen:

„Traditionelle Rollenbilder sind auch die Ursache für den vielfach beschriebenen „Confidence-gap“, der das durchweg geringere Vertrauen in wirtschaftliche und innovative Fähigkeiten sowie die Führungskompetenz von Frauen beschreibt. Dieser Faktor führt unter anderem zu einem deutlich erschwerten Zugang zu Finanzierungsinstrumenten für Frauen. Studien konnten nachweisen, dass Investoren die Glaubwürdigkeit, Vertrauenswürdigkeit, Erfahrung und das Wissen der Gründerinnen allein deshalb infrage stellten, weil es Frauen sind.“

Aly Saxe bestätigt dies für die USA und weiß zudem, wie Unternehmerinnen mit Kindern eingeschätzt werden:

„Women entrepreneurs already face an uphill battle in funding their companies, with less than 5% of venture-backed companies being run by a woman CEO. Investors prefer a venture pitch by a man to an identical pitch by a woman at a rate of 68% to 32%. The perception that women are less capable entrepreneurs than men is deeply engrained in our culture. Add „mom“ to the woman entrepreneur’s CV and investors jump to the same assumption everyone else does: Is she really interested in working outside the home?“

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Arbeiten Mütter immer oder am liebsten im Homeoffice? Wohl nicht.

Takeout von Kapitel 3:

Frauen mit Kindern machen immer noch einen geringen Anteil in der Gründungsszene aus, aber ihr Anteil wächst. Würden die Vorteile gegenüber Frauen und vor allem gegenüber Frauen mit Kindern in unserer Gesellschaft, insbesondere bei Kapitalgebern abgebaut, gäbe es sicher bald viele mehr.

Zeit für ein starkes Zitat

Gründerinnen mit Kindern arbeiten laut Startupmonitor weniger als Väter mit Kindern. Während sich bei den männlichen Kollegen hinsichtlich des Arbeitspensums wenig Unterschied zwischen Vätern und kinderlosen Männern zeigt, arbeiten Gründerinnen ohne Kind unter der Woche außerdem mehr als Mütter.

Ob Mütter deswegen weniger auf die Beine stellen als Frauen ohne Kinder, dafür hat der Startupmonitor keine Zahlen. Verena Pausder aber hat eine Antwort (Quelle: Startmonitor, S. 31):

„Frauen mit Kind sind wahnsinnig effizient, denn sie takten ihren Tag konsequent durch und wissen zu jeder Zeit, wo ihre Prioritäten liegen.“

Weniger Arbeitsezeit heißt also nicht schlechterer Outcome, sondern kann genau das Gegenteil bedeuten. Laut Startumonitor sind die Mütter aufgrund der Ausgegleichenheit der Lebensbereiche Familie/ Beruf sogar ausgeglichener (S. 29).

Und wer ausgegeglichen ist, arbeitet oftmals mit mehr Energie, oder? 😊

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Mütter mit weniger Zeit arbeiten effizienter, so Verena Pausder über so-called Mompreneurs.

4. Meine Vision für Unternehmerinnen mit Kindern

Riecht der Mompreneur für mich also nur nach Mottenkugeln? Die Überschrift ist natürlich mit einem zwinkernden Auge formuliert.

Den Begriff als Empowerment nutzen

Wenn jemand mich als Mompreneur anspricht, weil er mir Respekt für meine Zeiteinteilung zollen oder zum Ausdruck bringen möchte, dass ich Power und Mut habe, dann werde ich gerne so bezeichnet. In der Vergangenheit habe ich sogar selbst ein Interview auf einem Blog gegeben, auf dem Mompreneurs sich vorstellen und den Begriff selbst verwendet, als es explizit darum ging, von der Vereinbarkeit von Kindern & Startup zu erzählen. Auf unserer Webseite zeige ich mich gerne mit meinen Kindern, um andere Familien zu inspirieren, unsere App für sich zu entdecken.

Ich finde ich es toll, wenn die Verwendung des Begriffs dazu führt, dass Gleichgesinnte sich finden, sich unterstützen und einander Vorbild sein können. Wenn Frauen sich dadurch empowert fühlen.

Wenn der Begriff eine Bewegung auszulöst, die dazu führt, dass wir ihn am Ende gar nicht mehr brauchen, weil Frauen mit Kindern im Arbeitsleben gleichberechtigt dastehen, ist das für mich das stärkste Argument, es zu nutzen.

Sich der Stigmatisierung bewusst sein

Ich wünsche mir, wir müssten/würden Frauen schon jetzt nicht mehr in Schubladen à la

  • Bastelschnecke
  • interessiert sich nur für Familienthemen
  • ist nicht investmentwürdig stecken.

Solange analoge Begriffe für Männer nicht im gleichen Maße genutzt werden, Männer nicht konsequent in Businessumfragen zu Themen wie Vereinbarkeit von Kindern & Startup/Beruf befragt werden und den Großteil des VC erhalten, bleibt der Begriff für mich mit Unbehagen verbunden.

Ich wünsche mir, dass diejenigen, die die Wortkreation Mompreneur nutzen, dies nur bewusst und in Abwägung der im Artikel aufgeführten Argumente tun.

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Dream, learning, imagination - drei wertvolle Wörter für mich als Unternehmerin.

Work on your dream

Whitney Popa schreibt in ihrer Rezension über das oben verlinkte Amazon-Video:

“You know what I want to see? I want to see the video of Tara creating and marketing her products or whatever she does while her husband folds the laundry. I want to see Tara walking a factory hand-in-hand with her daughter, explaining to her about what the machines we’re seeing do and how they contribute to creating the things she sells on Amazon to feed their family. I don’t want to see a caricature of a tired mom doing it all. I want to see a family that is working hard to support each other’s dreams every day.”

Das ist die Vision mit der wir uns identifizieren. Philipp und ich wechseln uns mit dem Abholen von der Kita ab. Wir sehen uns als gleichberechtigte Partner in der Familie und im Business. Wir wollen mit YAY eine Zukunft für unsere Kinder schaffen und ihnen Vorbild sein. Statt einen Job zu erledigen, der uns nicht erfüllt, wollen wir ihnen zeigen:

We are working on a dream – together!

Und dazu brauchen wir alle diese Mom- und Dadpreneurbegriffe mit all ihren schrägen Synonymen nicht.

Was ist deine Meinung? Diskutiere mit uns auf Linkedin :)

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Das sind wir! Stolze Eltern zweier Kinder & Gründer von YAY

... wenn du mehr über uns erfahren möchtest, lies hier unsere Gründungsstory! ❤

Takeout von Kapitel 4:

Der Begriff Mompreneur ist emotional hoch aufgeladen. Nutze ihn daher immer bewusst und nur, wenn du weißt, ob eine Unternehmerin mit Kindern so genannt werden möchte. Manche sehen es als zusätzliches Leistungsmerkmal, andere als Stigmatisierung, weil Frauen und insbesondere Mütter in der Geschäftswelt nach wie vor benachteiligt werden und sie sich auf die Mutterrolle reduziert sehen. Wenn du es nicht weißt, frag nach :) Persönlich fühle ich mich nicht angegriffen, wenn jemand mich so nennt, denn ich sehe zuerst das Gute in jedem und gehe daher davon aus, dass er positiv gemeint ist. Für mich persönlich passt Gründerin jedoch am besten.


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