Möchtest du einen eigenen Podcast starten?

Warum es sich lohnt. Wie du ihn startest.

Im September 2020 habe ich begonnen, meinen eigenen Podcast aufzunehmen. In nur vier Wochen habe ich meine ersten 10 Episoden für „Yay-Momente mit ...“ gecastet, den Podcast für Eltern & Entrepreneure.

Dieses Projekt brannte mir schon eine Weile unter den Nägeln, da ein Podcast eine großartige Möglichkeit bietet, anderen Mehrwert zu bieten. Podcasts können unterhalten, uns durch fachlichen Input weiterbringen und uns interessanten Personen näher bringen, mit denen wir uns dadurch vernetzen. Inzwischen habe ich meine ersten beiden Staffel voll, dabei wunderbare Menschen kennengelernt, den Stein für mögliche Kooperationen gelegt und mein Business nach vorne gebracht. Auch mich in meiner Persönlichkeitsentwicklung. Dazu gleich mehr.

Für mich stechen nach einem Jahr intensiver Podcast-Erfahrung diese Learnings positiv heraus.

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Vorteil 1: Du erhältst gratis Sprechtraining

Audioformate werden immer wichtiger. Seit dem Erfolg von Clubhouse setzt jede Social Media Platform inzwischen auf Audiofeatures. Podcasts sind auch in Deutschland spätestens seit dem ersten Lockdown im Mainstream angekommen. Aber auch in Vorträgen, Interviews und Videoproduktionen spielt gekonntes Sprechen eine wichtige Rolle.

Wenn du dich oft räusperst oder vor Aufregung außer Atem gerätst, nimmst du andere weniger für dich ein, als wenn du der flüssig und in einer angenehmen Stimmlage sprichst. Männer sprechen durch Aufregung häufig zu hoch, Frauen zu tief. Beides führt zu schneller Heiserkeit und einem unangenehmen Klang für die Zuhörer. Ein Podcast ist dafür ein wertvolles Training.

Anfangs mag es ein komisches Gefühl sein, die eigene Stimme in der Aufnahme zu hören. Da deine Stimme in dir resoniert, klingt sie für dich tiefer, als auf der Aufnahme.

Sicher hast du deine Stimme schon mal auf einer Handyaufnahme gehört. Ein Podcast schmeißt einem die eigene Stimme und Sprechweise um die Ohren. Zeit, sich daran zu gewöhnen!

Als ich die erste Episode aufgenommen habe, war ich erleichtert, dass ich nicht so norddeutsch klinge, wie meine schwäbische Freundin immer behauptet 😉

Mein Tipp für dich: Du wirst automatisch besser, wenn du dir selbst aufmerksam zu hörst. Höre dir deine Interviews auf Füllwörter und Stimmlage hin aufmerksam an, sonst gibt’s keinen Lerneffekt 😉

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Zum Testen habe ich die erste Podcastaufnahme mit meinem Mann und Mitgründer aufgenommen.

Vorteil 2: Du formst dein Personal Branding

Egal, ob du ein eigenes Unternehmen führst oder als Angestellte einen Job rockst, ein eigener Podcast bietet anderen die Möglichkeit, dich kennenzulernen.

Dein Podcast verrät anderen etwas darüber, wer du bist. Nicht nur, was du an Technik oder Gesprächsführung beherrscht, sondern wie du denkst. Du verrätst, welches Konzept dir gefällt und welche Intromusik du magst. Du lässt andere in deinen Kopf klettern und dir zuhören, wie du dich mit jemandem unterhältst. Das ist etwas Intimes, selbst bei einem Business-Podcast.

Scary, ich weiß. Aber wenn jemand dich im Anschluss nicht zum Vorstellungsgespräch einlädt oder dein Produkt nicht kauft, würde dich dieser Kontakt ohnehin nicht glücklich machen, oder?

Was passiert dabei mit dir?
Du brandest dich selbst. Du bist dein Brand.
Aus diesem Grund ist ein Podcast ein starkes Marketingtool.

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Explizit um personal branding ging es im YAY-Podcast mit Gründercoach & Mama Maren Jopen, die nach ihrer Arbeit als Trainerin im Männergefängnis inzwischen Frauen begleitet, die sich beruflich verändern möchten.

Vorteil 3: Du vermarktest, was dir wichtig ist

Du hast die Möglichkeit, in deinen Interviews immer mal wieder die Vorteile deines Produktes einzustreuen. Niemand möchte natürlich das Gefühl haben, Gast einer Dauerwerbesendung zu sein. Aber es ist dein Podcast und du kannst über das sprechen, was dich bewegt. Ich schätze, dein Produkt oder Job gehört dazu, nicht wahr?

Besinne dich darauf, warum du den Podcast launchen möchtest. Welche Mission du verfolgst. Es kann dein Weltbild, die Verbreitung von Wissen eines bestimmten Fachthemas oder dein Startup sein.

Auch, wenn du deinen Podcast nicht dazu nutzt, dich selbst vorzustellen, werden die Zuhörer:innen deine Vision und dich durch deine Gespräche automatisch kennenlernen. Wer weiß, vielleicht bringt es dir über den long run Kundinnen/Kunden, weil sie entweder dadurch auf dein Produkt aufmerksam werden, oder dir wird ein Job angeboten, weil die Menschen erkennen, dass du ein:e Macher:in mit Herzblut bist. Wichtig ist, dass du ihnen Mehrwert, Learnings oder Unterhaltung bietest, sei es für die Arbeit oder einen verregneten Tag auf dem Sofa.

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Vorteil 4: Du wächst über dich hinaus

Für Interviews braucht es viel. Umgang mit Audiotechnik und Aufnahmeprogrammen wie Zoom, wenn du Interviews digital aufzeichnest (3 Audio-Probleme, die jeden Podcast sofort versauen verrate ich in Kürze hier ;)).

Es braucht Interesse und Wertschätzung gegenüber deines Interviewees, denn nur dann wird es ein schönes Gespräch, an dem andere Zuhörer Freude haben.

Es braucht ein Konzept mit rotem Faden, damit die Zuhörer bis zum Schluss dran bleiben. Es braucht die Fähigkeit zur Spontanität, denn die Befragten werden nicht immer das antworten, was du erwartest oder über deine Frage hinaus viel mehr erzählen, worauf du wiederum reagieren musst.

Du musst die Zeit im Blick behalten.

Aber du lernst all das beim Tun. Nach den Aufnahmen sei stolz auf das, was du geschafft hast!

Fun fact: Mir geht es wie Philipp, der im Episode 1 des YAY-Podcasts sagt:

„In der Gegenwart bin ich nicht gut darin, stolz zu sein, aber wenn ich zurückblicke, sehe, ich, was ich alles geschaffen habe.“

Aber wir üben beide! Übe auch du!

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Vorteil 5: Du baust dein Netzwerk aus

Du führst Gespräche, die in die Tiefe gehen. Bei eienr halben, dreiviertel oder ganzen Stunde lernst du deine Gäste ausführlich kennen. Dabei entsteht eine Verbindung, auf der du aufbauen kannst. Die Gäste, die ich hatte, sind für mich Freunde oder gute Bekannte geworden, die ich jederzeit gerne wieder spreche oder wegen etwas ansprechen kann. Manchmal kam es zu Kooperationen.

Worauf wartest du?
Wenn du überlegst, mit deiner Botschaft in die Welt zu gehen, sei es mit einem Podcast, einem Blog oder Social Media, dann rät Twitter-Pädagogin Inke Hummel in der 4. YAY-Podcast-Episode:

„Wenn du nicht weißt, ob du es jetzt machen sollst oder nicht: Einfach machen! Was soll schon passieren? Und wenn es einen Shitstorm gibt, gehört auch das dazu.“

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Pocastaufnahme mit Familienbegleiterin, Sach- und Kinderbuchautorin Inke Hummel

Go, go, go!

Für dich hat ein eigener Podcast nur Vorteile: Du übst dich wie beschrieben in Interviewführung, verbesserst deine Skills in Audiotechnik und -bearbeitung und vergrößerst dein Netzwerk. Vielleicht führt es sich zum nächsten Job und im besten Fall zu mehr Selbstbewusstsein.

Meistens wird es keinen Shitstorm geben, denn deine Zuhörer:innen schätzen, was du tust. Sie wissen um deine Arbeit und deinen Mut. Nicht so viel über die Meinung anderer nachzudenken ist ohnehin Botschaft, die ich dir gerne mitgeben möchte.

Go for it!

Wenn du Inspirationen rund um die Themen YAY-Momente mit Familie & Beruf magst, findest du tolle Menschen in meinem Podcast!

Imme, Gründerin von YAY


Pssst ...

Wenn du von Anfang an lernen möchtest, wie du einen erfolgreichen Podcast launchst, hör dir meine Episode mit Podsultant Daniel Wagner an. Er ist professioneller Berater für alles, was das Podcasten von der Technik bis zum Redaktionsplan und Podcast-SEO umfasst. In unserem Gespräch verrät er schon eine Menge Tipps gratis.

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Hier geht’s zum YAY-Podcast

Episoden-Empfehlung: Nora Imlau

Ich durfte ein großartiges Interview mit der dreifachen SPIEGEL-Bestsellerin Nora Imlau führen.

In dem Gespräch erfährst du, wie du trotz oder gerade durchs Elternsein deine Träume verfolgst, wie du Familie & Job unter einen Hut bringst und warum du, so wie du bist, längst GUT GENUG bist!

Hör dir das Interview jetzt an

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